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GermanEdit

EtymologyEdit

From halb- (semi-) +‎ Doppellaut (diphthong).

NounEdit

Halbdoppellaut m (genitive Halbdoppellautes or Halbdoppellauts, plural Halbdoppellaute)

  1. (rare, dated) an umlaut; ä, ö or ü
    • 1747, Johann Balthasar von Antesperg, Die Kayſerliche Deutſche Grammatick, Oder Kunſt die deutſche Sprache recht zu reden, Und ohne Fehler zu ſchreiben, Mit zulänglichen Vor= und Anmerkungen, Zum Nutzen Des gemeinem Weſens, und deren, welche des regelmäſzigen Verſtandes und reinen Ausdruckes in eigener Sprache mächtig ſeyn wollen, oder ihres Amtes und ihrer Geſchäfte halber ſeyn ſollen. In vier Theilen, samt einem Examine, Mit ſonderbarem Fleiſz deutlich und vollkommen In otio Viennensi Ausgearbeitet Von Johann Balthaſar von Anteſperg, verſchiedener des H. R. R. Fürſten und Stände Rath, Redner und Agenten am Kayſerl. Hofe, wie auch Mitglied der Deutschen Gesellschaft in Leipzig. Mit allergnädigiſter Kayſerlicher Freyheit. – In Wien gedruckt und zu finden (1) bey Joh. Ignatz Heyinger, Buchdrucker in der Römerſtraſſe. (2) Bey Leopold Grund, in ſeinem Gewölb neben dem Hauptthor bey St. Stephan, wo die Schulbücher verkauft werden. (3) Bey Baptist Praſſer, Bachführer auf dem Kohlmarkt., p.80 & without page number (in: Inhalt der Capitel, Viertes Capitel, Von den eilf deutschen Doppellauten):
      Die Adjectiva, welche in dem Positivo ein a o oder u haben, verändern solches in dem Comparativo und Superlativo in einen Halbdoppellaut oder Semidiphthongum ä ö ü.
      Welche sind die Semidiphthongi oder Halbdoppellaute?
    • 1762, P. Marian Ulmann, Alt-Mähren, das ist Geographisch-chronologischhistorische Beschreibung zweyer nach einander gewesten Königreichen I. Der Markomannen II. Der Slawen Slawinern oder Henete; worinnen zugleich die Geschichte derer Königen und Herzogen, Die Sitten und Gewohnheiten dieser Völkeren, aus Kirchen als Welt-geschichten gezogene, vornehmere Thaten römischer Päbsten, Kaisern, und mit alt-Mähren gränzenden Völkeren, auch andere merkwürdige geist- und weltliche Begebenheiten, Ordens-Stiftungen und Irrlehren enthalten. Erster Theil, p.2:
      Es wollen zwar einige den Ursprung des Namens Mahren von den Pferden oder Rossen, die man auch Mähren zu nennen pflegt, und deren sich in dieser Landschaft eine grosse Anzahl soll befunden haben, herleiten; jedoch wir finden diese Ableitung nicht genugsam gegründet zu seyn, und diejenigen sind eben nicht recht daran, welche das a in einen Halbdoppellaut verwandeln, da sie nämlich anstatt Mahren Mähren schreiben, und solcher Art ein so edles Land zu einem Gaul machen wollen.
    • 1775, Die Kunst deutsche Briefe zu verfertigen. Nebst orthographischen Vorlesungen. Worinnen vornämlich Anleitung gegeben wird, nach richtigen Grundsätzen seine Gedanken in natürlichen Briefen I. An Vornehme, II. An Personen gleichen Standes, III. An Niedrige, zu entwerfen. Nebst einem Anhange der deutschen Prosodie., Glogau bey Christian Friedrich Günther, p.97 & 104:
      Der Vocal oder das offene (u) wird wie das a und o in dem Plurali, und in der Ableitung oft ein Halbdoppellaut oder ü; z. E. die Gründe, der Zügel, die Krüge, die Betrügereyen, ich verstünde, die Jünglinge; von dem Singulari Grund, Zug, Krug.
      Wenn das c dem z vorgesetzt, und der Halbdoppellaut ü dem Vocal e oder a nachgesetzt wird, so werden sie falsche Buchstaben, die in der deutschen Litteratur nicht gegründet sind, als wenn man Hercz, deütsch, Haüser, anstatt: Herz, deutsch, Häuser schreibet.

DeclensionEdit

SynonymsEdit

HyponymsEdit

  • German Halbdoppellaute: ä, ö, ü